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Die anonymen Verfasser der Berichte sind dem Verein bekannt.
Verfasser und Verein, bürgen für den Wahrheitsgehalt des Inhalts.


NPD verhindert Wecker Konzert

Linke im Notstandsgebiet, Junge Welt, 10.3.2006

Man hätte sich das so vorstellen können: Ein Landrat, der Bürgermeister, die Vorsitzende der Volkshochschule und einige andere lokale Amts- und/oder Würdenträger in der ersten Reihe. Händeschütteln mit Konstantin Wecker vor der Linse des Lokalreporters. Menschenfreundliche Worte in den Notizblock desselben. Aber nein: In einigen Regionen dieser Republik ist jener Punkt bereits überschritten, bis zu dem man die Demonstration demokratischen Engagements als wohltuenden Ersatz für dasselbe und mithin als PR-Chance zu nutzen bereit wäre. Schon für einen simulierten Einsatz gegen rechts scheint der Vorrat an demokratischer Entschlossenheit mancherorts restlos erschöpft.

So geschehen in Halberstadt, Sachsen-Anhalt, angesichts eines als Antifa-Konzert angekündigten Auftritts. Nach langem Hin und Her zwischen den Verantwortlichen vor Ort und der Tourleitung - Konstantin Wecker und Heinz Ratz - kam ein für Mittwoch geplantes Konzert unter dem Motto "Nazis raus aus unserer Stadt" nicht zustande. Wie nicht nur die NPD auf ihren Internetseiten prahlt, sondern auch Vertreter der Gemeinde inzwischen zugeben, war es der Druck der Neonazis, deren unverhohlene Drohung mit physischer Gewalt, der letztlich zur Absage führte.

Zuvor war bereits der Veranstalter eines Tourkonzerts in Hoyerswerda abgesprungen. Sein Vorwand: In der Stadt gebe es keine Nazis mehr, das Motto der Tour sei damit hinfällig. Auf das Motto "Nazis raus aus den Köpfen" wollte sich dieser Veranstalter, mangelnder Kopfnazis wegen, ebenfalls nicht einlassen. Glückliches Hoyerswerda, Bollwerk demokratischer Gesinnung!

In Halberstadt wurde auf den aktuellen Landtagswahlkampf verwiesen, weshalb eine BBparteipolitische AussageAB in öffentlichen Gebäuden unzulässig sei. Es wurde der Vorschlag unterbreitet, das antifaschistische Motto auf den Plakaten zu schwärzen. Ratz und Wecker lehnten diese Selbstzensur ab. Vertreter der Stadt teilten daraufhin mit, man wolle sich BBvon einem Konzert nicht vergewaltigen lassenAB.

Wenn Stars vom Kaliber eines Konstantin Wecker, und zuvor bereits der DGB (!), massive Schwierigkeiten haben, Kulturveranstaltungen gegen den Druck von Neonazis durchzusetzen, ist es kein Alarmismus, den demokratischen Notstand auszurufen, sondern Realismus. NPD und neofaschistische Kameradschaften konnten in einigen Regionen Ostdeutschlands lange nahezu unangefochten Strukturen aufbauen. Sie haben mancherorts tiefe Wurzeln in Kultur und Gesellschaft schlagen können und ein veritables Bedrohungspotential gegen all ihre Feinde aufgebaut.

Fatal wäre es jedoch, im heftigen Medienecho auf die skandalösen Vorkommnisse im neuerdings nazifreien Hoyerswerda und im wahlkämpfenden Halberstadt untergehen zu lassen, daß der Osten nicht nur braun ist. Das anstelle von Halberstadt in den Tourplan aufgenommene Konzert im Anger-Gymnasium Jena hat gezeigt, daß vielerorts handlungsfähige fortschrittliche Strukturen bestehen. Diese brauchen praktische Unterstützung und keinen pseudoradikalen Fatalismus, mit dem der Osten als hoffnungsloser Fall abgeschrieben wird. Binnen acht Tagen wurde ein mit 300 Zuschauern ausverkauftes Konzert auf die Beine gestellt und die anspruchsvolle Technik einer Wecker-Tour 96 sein Flügel mußte in die Aula im zweiten Stock befördert werden 96 reibungslos bewältigt.

Dieses Konzert in Jena bewies wie tags zuvor der Auftritt in Neustadt an der Orla, welche Kraft progressive Kultur gerade unter schwierigen Umständen entfalten kann. Zwar nehmen die explizit politischen Lieder im Werk von Wecker einen durchaus überschaubaren Raum ein. Mit dem, was sich in 30 Jahren Liedermacherei allein zum Thema Neofaschismus angesammelt hat, läßt sich trotzdem ein Konzertabend fast komplett bestreiten.

Heinz Ratz steht noch am Anfang seiner Liedermacherkarriere, hat sich aber, vor allem mit seiner Formation Strom & Wasser, bereits eine ansehnliche Fangemeinde erspielt - man kann sich denken, daß seine ebenso kraft- wie gefühlvollen Auftritte gerade dort gut ankommen, wo Not an Mensch und Seele herrscht.

Im Gymnasium in Jena hatten sich eingefunden: das übliche, zum Teil von weither angereiste Wecker-Publikum, dazu die engagierten Demokraten, ein restlos begeisterter Schuldirektor, ein häuserkampfgeschulter Jugendpfarrer - und, fast gleich zahlreich: Punks, Rastas, Hippies und jugendliche "Normalos".

Man merkte im ersten Teil des Konzerts, daß sich die Zuhörer erst aneinander gewöhnen mußten. Aber der wunderbar hanseatische Peer Jensen, Gitarrist von Strom & Wasser, und Hakim Ludin, ein Hexer von einem Perkussionisten, standen Ratz und Wecker kongenial zur Seite - und am Ende war es einer jener magischen Abende, an dem ein Konzert Menschen verändert zurückläßt. Auch die drei coolen Jungs mit Baseballkäppis vorne in der Ecke hatten nach einigen Zugaben den Versuch aufgegeben, das Ganze irgendwie lächerlich zu finden.

Draußen verteilten diverse Antifa- Gruppen Flugblätter und Broschüren. Am Ende steht die Hoffnung. Was die Nazis in 15 Jahren aufgebaut haben, wird nicht von heute auf morgen plötzlich verschwinden, schon gar nicht aufgrund eines Konzertes. Vielleicht wird es eine ganze Generation dauern, diese verlorenen Jahre von links auszugleichen. Von der zentralen Rolle, die linke Kulturschaffende hierbei spielen können, aber muß jeder überzeugt sein, der die Antifa-Tour von Ratz und Wecker erleben durfte.

Von Donna San Floriante

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Unmutliste

29. Januar 2003 - Hartmut Balzke, 48 Jahre

Hartmut Balzke hatte am 27. Januar 2003 seinen Sohn zu einer Punk-Party in Erfurt (Thüringen) begleitet. Als er mit einer Gruppe Punks auf der Straße stand, wurden sie überraschend von einer Gruppe Rechtsextremer angegriffen. Zeugen fanden einen Punk und Hartmut Balzke mit schweren Kopfverletzungen und blutüberströmt auf der Straße liegend. Balzke erlag seinen Verletzungen.

10. August 2002 - Ahmet Sarlak, 19 Jahre

Auf einem Volksfest in Sulzbach (Saarland) wurde er am 9. August 2002 von einem Rechtsextremisten mit fünf Messerstichen in Bauch und Brust verletzt. Sarlak starb an seinen schweren Verletzungen. Er hatte dem Täter versehentlich eine Zigarettenkippe auf die Glatze geschnippt.

12. Juli 2002 - Marinus Schöberl, 17 Jahre

Die drei Täter zwischen 17 und 23 Jahren schlugen in einer Wohnung in Potzlow (Brandenburg) auf Marinus Schöberl ein, weil sie ihn für "minderwertig" hielten. Er hatte Sprachschwierigkeiten und entsprach mit seinem HipHop-Outfit nicht dem Geschmack der drei Rechtsextremisten. Sie verlangten von ihm, zuzugeben, dass er Jude sei, flößten ihm Alkohol ein und urinierten auf seinen Kopf; mindestens zwei Zeugen beobachteten die Tat, schritten jedoch nicht ein. Danach brachten die Täter Marinus Schöberl zu einem Schweinestall und misshandelten ihn dort. Nach über vier Stunden Erniedrigungen, Prügel und gezielten Tritten auf den Kopf war er tot. Seine Leiche, versenkt in einer Jauchegrube, wurde erst im November 2002 entdeckt.

1. Juni 2002 - Ronald Masch, 29 Jahre

Vier Rechtsextremisten wollten den betrunkenen Dachdecker Ronald Masch in der Nähe von Neu Mahlisch (Brandenburg) ausrauben. Sie schlugen ihn zusammen, und einer der Täter stach etwa 40 Mal in Niere, Brustkorb und Hals. Der Fahrer eines Mähdreschers fand elf Tage später die Leiche.

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15. Mai 2002 - Klaus Dieter Lehmann, 19 Jahre

Der geistig und körperlich behinderte Klaus Dieter Lehmann lud in Neubrandenburg (Brandenburg) zwei betrunkene Naziskins in sein Zimmer einer betreuten Wohngemeinschaft ein. Dort rissen sie Poster afro-amerikanischer HipHop-Sänger von den Wänden. Danach gingen sie gemeinsam zu einem See, und da er "genervt" habe, schlugen ihn die beiden Täter zu Boden. Einer der Naziskins zertrümmerte ihm mit etlichen Tritten den Kopf. PassantInnen fanden Klaus Dieter Lehmann, er starb auf dem Weg ins Krankenhaus an Hirnq uetschungen.

25. Mai 2002 - Kajrat Batesov, 24 Jahre

Der Aussiedler wurde am 4. Mai 2001 zusammen mit einem Freund in Wittstock (Brandenburg) von mehreren jungen Männern mit Schlägen und Tritten verprügelt. Kajrat Batesov wurde anschließend ein 18 Kilogramm schwerer Feldstein auf die Brust geworfen. Er erlag seinen schweren Verletzungen. Den Tätern aus der Techno-Szene wurde als Motiv "diffuse Fremdenfeindlichkeit" vorgeworfen.

6 November 2001 - Ingo B., 36 Jahre

In einer Berliner Wohnung wurde am 5 November 2001 der Herzkranke von drei angetrunkenen Rechtsextremisten getreten, geschlagen und gewürgt, da sie angeblich DM 40 Schulden eintreiben wollten. Er starb daraufhin an einem Herzinfarkt.

9. September 2001 - Arthur Lampel, 18 Jahre

Dem aus Russland stammenden Aussiedler wurde bei einem Fest in Bräunlingen (Baden-Württemberg) von einem Skinhead ein Weizenbierglas auf den Kopf geschlagen. Ein Splitter drang in die Halsschlagader ein, woran Arthur Lampel verblutete.

9. August 2001 - Dieter Manzke, 61 Jahre

Der Obdachlose wurde von fünf jungen Männern in einem leer stehenden Gartenbungalow in Dahlewitz (Brandenburg) erschlagen. Mit mehreren Knochenbrüchen und schweren inneren Verletzungen wurde er in einem Gebüsch gefunden. Bei der Verhaftung gaben die Täter an, sie hätten sich "gestört gefühlt" und angesichts seiner Lebensweise "Ordnung schaffen wollen". Sie hätten Dieter Manzke "vertreiben" wollen, denn er habe "dort nichts zu suchen gehabt". Einer der Täter soll nach Aussagen junger Neonazis der rechten S zene in Mahlow, einem Nachbarort, angehört haben.

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9. August 2001 - Klaus-Dieter Harms, 61 Jahre

Der alkoholkranke Harms wurde von zwei Männern in seiner Wohnung in Wittenberge (Brandenburg) zu Tode geprügelt. Laut den Aussagen einer Zeugin handelte es sich bei einem der Täter um einen Rechtsextremisten, der auf der Straße mehrmals den Hitlergruß gezeigt hatte.

22. April 2001 - Mohammed Belhadj, 31 Jahre

Der Asylbewerber wurde nahe Jarmen (Mecklenburg-Vorpommern) von vier Männern, von denen einer bereits durch eine rechte Straftat aufgefallen war, umgebracht. Den Tätern zufolge hatten sie ihn auf Haschisch angesprochen, weil sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft Greifswald nordafrikanisch aussehende Personen generell für Dealer halten. Mohammed Belhadj sagte zu, dass er Haschisch besorgen könne, woraufhin er zu den Tätern ins Auto stieg. Orientierungsschwierigkeiten des Opfers ließen die Täter denken, e r wolle sie "verarschen", und zu anderen Asylbewerbern locken, die ihnen dann das Geld abnehmen würden. Sie stoppten den Wagen, um ihm "einen Denkzettel" zu verpassen, ließen Mohammed Belhadj aussteigen und schlugen ihn zusammen. Dieser lief weg und schrie um Hilfe. Damit er die Täter später nicht anzeigen könne, zogen sie ihn wieder unter dem Vorwand, ihn nach Hause zu bringen, ins Auto. Einer der Täter hatte zu diesem Zeitpunkt entschieden, dass Mohammed Belhadj "weg müsse". Im Auto ging die Prügelei we iter, die Täter fuhren zu einem Waldstück, schlugen außerhalb des Wagens auf das Opfer ein und beschlossen schließlich, ihn in einen See zu werfen. Nach weiteren Schlägen und Tritten schliffen sie Mohammed Belhadj zum Seeufer. Noch bei Bewusstsein, forderten sie ihn auf, ins Wasser zu gehen. Der Aufforderung kam er nach. Im Wasser kniend, warf ihm einer der Täter mit Wucht einen Stein an den Kopf, so dass das Opfer in den See kippte. Die Täter verließen den Tatort. Mohammed Belhadj starb durch Ertrinken.

28. März 2001 - Willi Worg, 38 Jahre
Er wurde am 25. März 2001 in Milzau (Sachsen-Anhalt) von fünf Männern, von denen mindestens drei zur rechten Szene gehörten, vor einer Diskothek zusammengeschlagen und getreten. Die Täter wollten ihn ausrauben, und sich an ihm rächen. Fast alle inneren Organe waren gerissen. Er erlag seinen Verletzungen.

26. März 2001 - Fred Blanke, 51 Jahre
Der Frührentner wurde in seiner Wohnung in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei jungen Männern der rechten Szene mit Stuhlbeinen, Faustschlägen und Tritten geschlagen. Die beiden waren auf Sauftour und benötigten Geld, doch Fred Blanke hatte sich geweigert, den ihm flüchtig bekannten Angreifern Geld zu geben. Er starb an Gehirnblutungen.

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25. November 2000 - Eckhardt Rütz, 42 Jahre
Der Obdachlose wurde in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) vor der Mensa der Universität von drei rechten Skinheads mit Baumstützpfählen zusammengeschlagen und getreten, weil nach Aussagen der beiden Täter "so einer wie Rütz dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegt" und sie ihm "eine Lektion erteilen" wollten.

4. November 2000 - Belaid Baylal, 42 Jahre
Der Asylbewerber wurde am 8. Mai 1993 von zwei Skinheads in einer Gaststätte in Belzig (Brandenburg) angegriffen. Er wurde beschimpft, geprügelt und musste mit lebensgefährlichen Verletzungen am Dünndarm ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er starb an den Spätfolgen des Angriffs.

12. September 2000 - Malte Lerch, 45 Jahre
Der Obdachlose wurde in Schleswig (Schleswig-Holstein) von zwei Skinheads erschlagen, nachdem er mit ihnen auf einer Wiese getrunken hatte. Die beiden Skinheads fühlten sich beleidigt, da Malte Lerch schlecht über die Skinhead-Szene gesprochen hatte.

27. Juli 2000 - Norbert Plath, 51 Jahre
Der Obdachlose wurde in Ahlbeck (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen Rechtsextremisten zu Tode geprügelt. Er hatte zuvor mit den Tätern getrunken, die ihn dann mit Füßen traten. Norbert Plath hatte sich bereits schlafen gelegt, als die vier Täter zurückkehrten und brutal auf ihn eintraten. Er starb an seinen schweren inneren Verletzungen. In Vernehmungen durch die Polizei erklärten die Täter unter anderem "Asoziale und Landstreicher haben im schönen Ahlbeck nichts zu suchen".

9. Juli 2000 - Jürgen S., 52 Jahre
Der Obdachlose wurde von fünf Rechtsextremisten in einem Abrisshaus in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) mit Schlägen und Tritten so schwer misshandelt, dass er wenig später seinen Verletzungen erlag.

24. Juni 2000 - Klaus-Dieter Gerecke
Der Obdachlose wurde in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) von einem 20-jährigen Mann und zwei 18-jährigen Frauen, die der rechten Szene zugeordnet werden, erschlagen. Sie sollen von dem Obdachlosen Bier und Geld verlangt haben.

17. Juni 2000 - Alberto Adriano, 39 Jahre
Der seit Jahren in Deutschland lebende Mosambikaner wurde am 14. Juni 2000 in der Nähe des Stadtparks in Dessau (Sachsen-Anhalt) von drei Jugendlichen, die rechte Parolen rufend durch die Stadt zogen, bewusstlos geschlagen und getreten, in den Park geschleift und weiter geschlagen, bis die Polizei kam. Er starb an seinen Verletzungen.

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31. Mai 2000 - Falco Lüdtke, 22 Jahre
Der Punk wurde in Eberswalde (Brandenburg) von einem Angehörigen der rechten Szene vor ein Taxi gestoßen und überfahren. Er hatte den 27-jährigen Täter wegen dessen Hakenkreuz-Tätowierung kritisiert.

25. Mai 2000Dieter Eich, 60 Jahre
Der Sozialhilfeempfänger wurde in Berlin-Pankow von vier rechten Jugendlichen, die "einen Assi klatschen" wollten, ermordet. Sie hatten sich zuvor in der Wohnung von einem der Täter aufgehalten, "rechte Sprüche geklopft, getrunken" und waren dann auf die Idee gekommen, Dieter Eich zusammenzuschlagen. Er wohnte zu dieser Zeit im gleichen Haus in der Wohnung seiner verstorbenen Lebensgefährtin. Das Schloss zu seiner Wohnung war defekt, so dass die Täter problemlos in die Wohnung gelangten. Dort schlugen sie ihn zusammen und verließen die Wohnung. Später kamen sie wieder und rammten Dieter Eich ein Messer ins Herz.

29. April 2000 - Helmut Sackers, 60 Jahre
Der Sozialdemokrat und Rentner wurde von einem Neonazi im Treppenhaus eines Plattenbaus in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) erstochen. Er hatte zuvor die Polizei verständigt, weil aus der Wohnung des Neonazis lautstark nazistisches Liedgut, darunter das verbotene Horst-Wessel-Lied, zu hören war.

31. Januar 2000 - Bernd Schmidt, 52 Jahre
Am 28. Januar wurde der obdachlose Glasdesigner in seiner Baracke in Weißwasser (Sachsen) von zwei 15-jährigen und einem 16-jährigen Jugendlichen über einen Zeitraum von drei Tagen zu Tode geprügelt. Sie wollten DM 900 für ein Moped erpressen. Da Bernd Schmidt diese nicht zahlen konnte, zerstörten sie seine Habseligkeiten, urinierten "als Ausdruck ihrer Geringschätzung" in den Raum und traten Bernd Schmidt mehrmals ins Gesicht. Er starb an Hirnblutungen und einer Lungenentzündung, die er sich durch das Ei natmen von Blut zugezogen hatte.

1. November 1999 - Karl-Heinz Lietz, 54 Jahre, Daniela Peyerl, 18 Jahre, Horst Zillenbiller, 60 Jahre, Ruth Zillenbiller, 59 Jahre
Sie wurden vom 16-jährigen Martin Peyerl in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der Täter tötete sich anschließend selbst. Bei der Durchsuchung seines Zimmers entdeckte die Polizei aufgemalte Hakenkreuze, Hitler-Bilder, Gewaltvideos und rechtsextreme CDs sowie ausländerfeindliche Parolen in einem Notizheft.

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6. Oktober 1999 - Kurt Schneider, 38 Jahre
Der Arbeitslose wurde von vier Skinheads in Berlin-Lichtenberg zu Tode gequält. Die Täter waren zuvor vergeblich auf der Suche nach Randale gewesen: Sie skandierten rechte Parolen vor einem besetzten Haus, doch die Bewohner ließen sich nicht blicken; sie rissen einen Fahrradfahrer um, schlugen einem Passanten eine Bierflasche auf den Kopf, die jedoch nicht zersprang. Frustriert gingen sie zu einer Tankstelle in Berlin-Lichtenberg, wo sie auf Kurt Schneider trafen, der sie mit "Prost Kameraden" begrüßte. D amit war für die Täter das gewünschte Opfer gefunden. Nach einem ersten Tritt lockten sie ihn zu einem "Versöhnungstrunk" in einen Park. Einer der Täter nahm das ahnungslose Opfer in den Würgegriff, die anderen traten auf Kurt Schneider ein, verletzten ihn an Kopf, Brust und Bauch. Sie ließen ihn liegen, gingen in die Wohnung einer der Täter, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Dort beschlossen sie, den Mann zu töten, damit er sie nicht verraten könne. Sie kehrten zum Tatort zurück und ein 19-jähriger Skinhead stach dem Arbeitslosen mehrfach in den Hals, die anderen traten weiter auf ihn ein.

2. Oktober 1999 - Patrick Thürmer, 17 Jahre
Als rechte Skinheads ein Punkfestival in Hohenstein/Ernstthal (Sachsen) angriffen, gelang es dem Lehrling und einem Freund zunächst, zu einem Bauernhof in Oberlungwitz zu flüchten. Dort wurde er von drei Hooligans, die ihn verfolgt hatten, mit Fußtritten, einer Axt und einem Billardqueue bewusstlos geprügelt. Am Morgen fanden ihn Anwohner, er wurde ins Krankenhaus eingeliefert und starb dort wenige Stunden später.

15. August 1999 - Carlos Fernando, 35 Jahre
Der Mosambikaner wurde in Kolbermoor (Bayern) von einem 31-Jährigen totgeprügelt, weil er sich darüber aufgeregt hatte, dass das Auto seiner Freundin von Afrikanern zugeparkt worden war. Die "Nürnberger Nachrichten" zitierte den Täter mit den Worten: "Die Drecksneger gehören alle totgeschlagen." Das Gericht sah Ausländerhass nicht als zentrales Motiv für die Tat an.

9. August 1999 - Obdachloser Mann, 44 Jahre
Der Obdachlose wurde in Eschede (Niedersachsen) von einem 18- und einem 17-Jährigen totgetreten, nachdem er sie mehrmals aufgefordert hatte, "den Scheiß mit dem Skinhead-Gehabe zu lassen".

17. März 1999 - Egon Efferts, 58 Jahre
Der ehemalige Kranführer und Frührentner, der seine Rente mit dem Sammeln von Schrott aufbesserte, wurde in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) von drei bekennenden rechten Skinheads totgetreten. ?Aus purer Lust an der Menschenjagd?, wie die Täter später aussagten. Sie brachen ihm die Rippen und zertraten seinen Kehlkopf.

13. Februar 1999 - Farid Guendoul (Omar Ben Noui), 28 Jahre
Der algerische Asylbewerber wurde in Guben (Brandenburg) von einer Gruppe junger Rechtsextremisten gejagt und trat in Panik eine Glastür ein, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog.

29. Dezember 1998 - Nuno Lourenco
Der portugiesische Zimmermann wurde im Juli 1998 von 8 Männern zwischen 18 und 20 Jahren in Leipzig zusammengeschlagen. Nach der WM-Niederlage Deutschlands gegen Kroatien wollten die Täter laut Staatsanwaltschaft "Ausländer hacken". Er starb in Portugal an den Folgen der Verletzungen.

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30. August 1998 - Erich Fisk
Der Obdachlose wurde am 23. September 1997 in Angermünde (Brandenburg) mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden, die ihm junge Männer zugefügt hatten. Erich Fisk starb im Krankenhaus, ohne aus dem Koma aufgewacht zu sein.

26. März 1998 - Jana Georgi, 14 Jahre
Die Schülerin wurde in Saalfeld (Thüringen) auf offener Straße von einem 15-Jährigen erstochen. Als Motiv gab der Jugendliche, der kurz zuvor aus einer psychiatrischen Einrichtung entlassen worden war, die Rache für die Beschimpfung als "Fascho" an.17. Oktober 1997 - Josef Anton Gera, 59 Jahre. Dem Rentner wurden am 14. Oktober 1997 in Bochum (Nordrhein-Westfalen) von zwei 26- bzw. 34-jährigen Skinheads mit einem Stahlrohr schwere innere Verletzungen zugefügt, denen er erlag.

27. September 1997 - Georg V., 46 Jahre
Er wurde in Cottbus (Brandenburg) vom selben Skinhead, der am 23. September Matthias S. erstochen hatte, wegen geringfügiger Geldschulden getötet.

23. September 1997 - Matthias S., 39 Jahre
Er wurde in Cottbus (Brandenburg) von einem 19-jährigen Skinhead erstochen, nachdem er diesen als "Nazisau" beschimpft hatte. Der Verfassungsschutz bezeichnete den Täter als einen "extrem aggressiven Einzelgänger, der seine rechtsextremistischen Ansichten offen kundtat".

8. Mai 1997 - Augustin Blotzki, 59 Jahre
Der Arbeitslose wurde in Königs Wusterhausen (Brandenburg) von einer Gruppe junger Rechtsextremisten zweimal innerhalb weniger Stunden in seiner Wohnung überfallen und zu Tode geprügelt. Wegen seines Namens hatten sie ihn als "Bulgarensau" und "Ausländerschwein" beschimpft.

30. April 1997 - Phan Van Toau, 42 Jahre
Der vietnamesische Zigarettenverkäufer wurde am 31. Januar 1997 am Bahnhof von Fredersdorf (Brandenburg) von einem Deutschen hochgehoben und mit dem Kopf auf den Betonboden geworfen. Er starb in einer Rehabilitationsklinik. Die Staatsanwaltschaft sah "Ausländerhass" als Motiv. Im Prozess am Landesgericht Frankfurt/Oder äußerte der Schläger auch rassistische Parolen. Dennoch wurde die Tat nach Ansicht der 5. Strafkammer "nicht von Ausländerfeindlichkeit getragen".

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22. April 1997 - Horst Gens, 50 Jahre
Der Arbeitslose wurde in Sassnitz (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen Männern, die "Assis klatschen" wollten, entführt, geschlagen und in einen Straßengraben geworfen. Die Täter kamen später nochmals zurück und erschlugen ihn mit einem 30 Kilogramm schweren Stein.

23. Februar 1997 - Stefan Grage, 34 Jahre
Der Polizist wurde auf dem Autobahn-Parkplatz Roseburg (Schleswig-Holstein) vom flüchtigen Rechtsextremisten Kay Diesner erschossen. Diesner befand sich auf der Flucht vor der Polizei, da er vier Tage zuvor in Berlin-Marzahn den Buchhändler Klaus B. angeschossen hatte.

13. Februar 1997 - Antonio Melis, 37 Jahre
Der italienische Koch geriet nach einem Saufgelage mit einem 18-jährigen und einem 25-jährigen Deutschen in einem Lokal in Caputh (Brandenburg) in Streit. Nachdem das Lokal geschlossen hatte, misshandelten die beiden Antonio Melis mit Schlägen und Tritten, "um Frust abzulassen". Sie wollten ihn in eine entlegene Gegend schleifen, doch Antonio Melis schrie um Hilfe, so dass sie mit dem Prügeln fortfuhren, "damit er nichts mehr sagte". Als Antonio Melis plötzlich zum Ufer der Havel rannte, folgten ihm die b eiden Täter und einer von ihnen prügelte im Wasser weiter auf ihn ein und ließ ihn ertrinken.

8. Februar 1997 - Frank Böttcher, 17 Jahre
Der Schüler wurde in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) von einem Gleichaltrigen, der zur rechtsextremen Skinhead-Szene zählte, mit Springerstiefeln getreten. Am Boden liegend, stach dieser ihm mit einem Butterfly-Messer mehrmals in den Rücken. Frank Böttcher starb kurz darauf im Krankenhaus.

23. November 1996 - Achmed Bachir, 30 Jahre
Der Asylbewerber aus Syrien wurde in Leipzig vor einem Gemüseladen mit einem Messerstich ins Herz getötet. Er hatte in dem Laden bisweilen unentgeltlich geholfen, um unter Menschen zu sein. Zwei Skinheads kamen in den Laden, warfen die Auslagen um und beschimpften zwei dort arbeitende deutsche Frauen als "Türkenschlampen". Achmed Bachir wollte den beiden Frauen zu Hilfe kommen und bedeutete den Skinheads, den Laden zu verlassen. Sie ließen sich von ihm bis vor die Tür begleiten, wo ihn einer der beiden S kinheads ermordete.

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1. August 1996 - Andreas Götz, 34 Jahre
Er starb an den Folgen eines Überfalls durch sechs rechte Jugendliche in Eisenhüttenstadt (Brandenburg). Sie erbeuteten DM 90 und erpressten die Geheimnummer seiner EC-Karte, indem sie auf ihn einschlugen und ihm auf den Kopf sprangen.

19. Juli 1996 - Werner Weickum, 44 Jahre
Der Elektriker wurde am Bahnhof von Eppingen (Baden-Württemberg) von einer rechtsgerichteten Jugendbande überfallen, ausgeraubt und zu Tode geprügelt.

13. Juli 1996 - Boris Morawek, 26 Jahre
Er wurde am 11. Juli 1996 auf einem Platz in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei Skinheads mit Tritten und Schlägen traktiert, weil ihm unterstellt wurde, er sei ein "Kinderschänder" und habe keine "Rechte mehr". Von Zeugen gerufene Polizisten verhinderten nicht, dass weiterhin auf ihn eingetreten wurde. Er starb an seinen schweren Kopfverletzungen.

8. Mai 1996 - Bernd G., 43 Jahre
Der Geschäftsmann wurde in Leipzig-Wahren (Sachsen) nach einer Sauftour mit drei Rechtsextremisten von diesen zusammengeschlagen und erstochen. Die Leiche versenkten die drei Täter im Ammelshainer See, wo sie eine Woche später gefunden wurde.

15. März 1996 - Martin Kemming, 26 Jahre
Der Aussteiger aus der rechten Szene wurde in Dorsten/Rade (Nordrhein-Westfalen) von einem Neonazi erschossen. Er hielt Kemming für einen Verräter, da er ihn angezeigt und belastet hatte.

20. Februar 1996 - Sven Beuter, 23 Jahre
Er wurde am 15. Februar 1996 in Brandenburg/Havel (Brandenburg) von einem Skinhead so schwer verprügelt, dass er starb. Der Täter wollte an ihm seinen Hass auf "Zecken", wie Linke und Punks von Rechten genannt werden, abreagieren.

3. Februar 1996 - Patricia Wright, 23 Jahre
Sie wurde in Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) von einem Neonazi erstochen, weil sie einen "Nazis raus"-Aufnäher an der Jacke trug. Seine Tat begründete der Neonazi gegenüber einem Bekannten mit den Worten: "Linke haben kein Recht zu leben".

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18. Januar 1996 - Sylvio Amoussou, Maiamba Bunga, Nsuzana Bunga, Rabia El Omari
Christelle Makudila, Christine Makudila, Françoise Makudila,Jean-Daniel Makudila, Legrand Makudila, Miya Makudila
Die AsylbewerberInnen aus Afrika verbrannten bei einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).

7. September 1995 - Klaus-Peter Beer, 48 Jahre
Der homosexuelle Busfahrer wurde von zwei Skinheads in Amberg (Bayern) in die Vils geworfen und ertrank. Die beiden Skinheads wollten ihm einen "Denkzettel" verpassen.

16. Juli 1995 - Dagmar Kohlmann, 25 Jahre
Sie wurde in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) von dem Neonazi Thomas Lemke und seiner Freundin getötet, und ihre Leiche versteckt. Der zu diesem Zeitpunkt schon mit Haftbefehl gesuchte Neonazi hatte seine Freundin in den Mord verwickelt, um sich so vor ihrem Verrat zu schützen.

3. Juni 1995 - Peter T., 24 Jahre,
Der Bundeswehrsoldat wurde am 25. Mai 1995 bei einem Ausflug an einen Stausee bei Hohenstein/Ernstthal (Sachsen) von etwa 20 Skinheads, die zuvor Pakistanis angegriffen hatten, zusammengeschlagen. Peter T. starb an seinen Verletzungen.

5. Februar 1995 - Horst Pulter, 65 Jahre
Der schlafende Obdachlose wurde auf einer Parkbank im Stadtpark von Velbert (Nordrhein-Westfalen) von sieben rechtsextremistischen Jugendlichen die vorhatten, "Penner zu klatschen" durch Tritte verletzt. Einer der Jugendlichen versetzte ihm zum Schluss einen tödlichen Messerstich.

6. November 1994 - Piotr Kania, 18 Jahre
Der polnische Jugendliche, der zur örtlichen antifaschistischen Szene gehörte, geriet auf dem Bahnhof von Rotenburg/Fulda (Hessen) in Begleitung einiger Freunde in eine Auseinandersetzung mit fünf Bundeswehrrekruten. Nach Zeugenaussagen war einer der Soldaten deutlich als Rechter erkennbar, weswegen ihn Kania "Nazischwein" nannte. Piotr Kania und seine Freunde wollten den Rekruten den Weg in die Innenstadt abschneiden und Piotr Kania folgte dem "rechten" Soldaten, der sich auf einen Taxistand zu bewegte. Unvermittelt drehte sich der Soldat um und rammte Piotr Kania einen Stoßdolch gezielt ins Herz.

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6. August 1994 - Gunter Marx, 42 Jahre
Der Kraftfahrer wurde in Velten (Brandenburg) von einer Gruppe Rechter, die ihn ausrauben wollten, vom Fahrrad getreten. Als er ihnen zu verstehen gab, dass er kein Geld bei sich habe, wurde er von einem der Rechten mit einem schweren Schraubenschlüssel erschlagen.

26. Juli 1994 - Jan W., 45 Jahre
Der polnische Bauarbeiter wurde von einer Gruppe junger Deutscher in Berlin in die Spree getrieben und unter Beschimpfungen wie "Scheiß-Pollacke" gewaltsam daran gehindert, ans Ufer zurückzuschwimmen woraufhin er ertrank. Laut Polizeiangaben sollen er und ein polnischer Freund vorher mit der Gruppe getrunken haben. Im Verlauf des Abends soll es zu einer Auseinandersetzung gekommen sein, da die beiden Polen angeblich zwei junge Frauen aus der Gruppe belästigt hätten.

23. Juli 1994 - Beate Fischer, 32 Jahre
Die Hausfrau und Prostituierte wurde von drei Skinheads getötet und vor die Mülltonnen eines Hauses in Berlin-Reinickendorf gelegt. Sie war den Tätern zunächst freiwillig gefolgt, wollte nach einer Misshandlung jedoch gehen. Daraufhin wurde sie mehrfach vergewaltigt und anschließend erwürgt.

19. November 1993 - Michael Gäbler, 18 Jahre
In einem Zittauer Jugendclub (Sachsen) kam es während einer Party zu einem Streit mit einem Gast, der wegen nationalistischer Sprüche Hausverbot erteilt bekam. Gäbler und ein Begleiter führten danach eine verbale Auseinandersetzung mit ihm, 150 Meter vom Klubhaus entfernt. Als sich der Begleiter zum Gehen abwandte, stach der bekennende Nazi mehrmals auf Gäbler ein, der an den schweren Verletzungen starb.

7. Dezember 1993 - Kolong Jamba, 19 Jahre
Der Asylbewerber aus Gambia wurde im Schnellzug von Hamburg nach Buchholz (Niedersachsen) von einem 54-jährigen Deutschen mit einem Messerstich in den Bauch tödlich verletzt, weil sich dieser durch den Asylbewerber gestört fühlte.

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28. Mai 1994 - Klaus R., 43 Jahre
Er geriet mit einer Gruppe von sechs Skinheads, die eine Nachbarwohnung in einem Leipziger Mietshaus (Sachsen) besetzt hatten, in Streit. Sie schlugen ihn daraufhin mit Boxhandschuhen zusammen und traten auf ihn ein. Zudem kam es während der körperlichen Misshandlungen auch zu entwürdigenden Szenen für Klaus R., der an den schweren Misshandlungen starb.

16. Oktober 1993 - Obdachloser Mann, 33 Jahre
Der schlafende Obdachlose wurde am 16. Juli 1993 in Marl (Nordrhein-Westfalen) als "Judensau" beschimpft und von einem rechten Skinhead mit Schlägen und Tritten bewusstlos geschlagen. Er starb, ohne das Bewusstsein wieder zu erlangen.

28. Juli 1993 - Hans-Georg Jakobson, 35 Jahre
Der schlafende Arbeitslose wurde von drei rechten Skinheads in einer S-Bahn nahe Strausberg (Brandenburg) geschlagen und getreten. Die Täter wollten Geld rauben, er war der einzige Fahrgast in dem Abteil. Anschließend warfen sie ihn aus der fahrenden S-Bahn. Er starb an seinen Verletzungen.

5. Juni 1993 - Horst Hennersdorf, 37 Jahre
Der Obdachlose wurde in Fürstenwalde (Brandenburg) von zwei jungen Rechtsextremisten drei Stunden zu Tode gequält. Auf einem Anwesen hatten sich die Täter und zufällig auch Horst Hennersdorf zum Trinken getroffen. Er wollte von den Tätern eine Zigarette schnorren. Daraufhin traten sie ihn, schleiften ihn in einen Hof und brachen ihm dort mit einer Stuhlkante die Beine. Es folgten Tritte in die Niere, Schläge in den Bauch, sie steckten ihm einen Schaufelstiel in den Mund und übergossen ihn mit Fäkalien. Me hrere Zeugen beobachteten die Tat, ohne einzuschreiten.

29. Mai 1993 - Hatice Genç, 18 Jahre, Hülya Genç, 9 Jahre, Saime Genç, 4 Jahre,
Gürsün Inçe, 27 Jahre, Gülüstan Öztürk, 12 Jahre

Sie starben bei einem Brandanschlag auf das von der türkischen Familie Genç bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).

24. April 1993 - Matthias Lüders, 23 Jahre
Bei einem Überfall von 40 rechten Skinheads auf eine Diskothek in Obhausen (Sachsen-Anhalt) erhielt der Wehrpflichtige zwei Schläge auf den Kopf und erlag zwei Tage später seinen Verletzungen. Zur Tatzeit war die Diskothek als linker Treffpunkt bekannt. Der laut Landgericht Halle "blitzartige Angriff" sei eine Racheaktion gewesen.

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9. März 1993 - Mustafa Demirel, 56 Jahre
Der herzkranke Rentner wurde in Mülheim/Ruhr (Nordrhein-Westfalen) von zwei Deutschen angepöbelt. Als er sich zur Wehr setzte, zielten sie mit einer Gaspistole auf seinen Kopf und drückten mehrmals ab, ohne dass sich ein Schuss löste. Mustafa Demirel bekam durch den Schreck dieser Scheinhinrichtung einen Herzanfall und starb am Tatort.

25. Februar 1993 - Mike Zerna, 22 Jahre
Der Fahrer einer Rockband wurde am 19. Februar 1993 in Hoyerswerda (Sachsen) bei einem Überfall rechter Skinheads auf linke Jugendliche nach einem Konzert zusammengeschlagen. Mit Rufen wie "Schlagt die Zecken tot" schlugen sie auch auf Konzertbesucher ein. Sie kippten ein Auto auf den am Boden liegenden Mike Zerna. Er starb an seinen Verletzungen.

24. Januar 1993 - Mario Jödecke, 23 Jahre
Vor einer Pizzeria in Schlotheim (Thüringen) kam es während eines "Heavy-Metal-Abends" zu einer Schlägerei zwischen einer Gruppe linker Punks und einer Gruppe rechter Heavy Metals. Im Verlauf der Schlägerei vor dem Haus wurde Mario Jödecke, der mit einem Baseballschläger bewaffnet war, von einem 17-jährigen Skin mit einem Messerstich ins Herz getötet.

18. Januar 1993 - Karl Sidon, 45 Jahre
Der Parkwächter geriet in Arnstadt (Thüringen) mit rechten Jugendlichen, mit denen er schon mehrfach Auseinandersetzungen gehabt hatte, in Streit und wurde bewusstlos geschlagen. Danach zogen ihn die Jugendlichen auf die Straße, wo er von vorbeifahrenden Autos überfahren wurde. Er starb im Krankenhaus.

27. Dezember 1992 - Sahin Calisir, 20 Jahre
Der Türke wurde auf der Autobahn 57 bei Meerbusch (Nordrhein-Westfalen) von einem Rechtsradikalen mit dem Auto verfolgt und gerammt. Aus Angst flüchtete er mit seinen beiden Begleitern aus dem Wagen, wurde von einem vorbeifahrenden Auto überfahren und starb.

18. Dezember 1992 - Hans-Jochen Lommatsch, 51 Jahre
Der Baumaschinist aus Oranienburg (Brandenburg) wollte nach seinem Auto sehen, als er von zwei Skinheads grundlos angegriffen und von einem der beiden mit Tritten und Faustschlägen zu Tode geprügelt wurde.

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22. November 1992 - Bahide Arslan, 51 Jahre, Yeliz Arslan, 10 Jahre, Ayse Yilmaz, 14 Jahre
Bahide Arslan und die zwei Schülerinnen verbrannten in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem von Neonazis verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von türkischen Familien bewohnt wurde.

21. November 1992 - Silvio Meier, 27 Jahre
Der Drucker gehörte zu einer Gruppe von vier Linken, die in Berlin in eine Auseinandersetzung mit fünf Neonazis gerieten, als sie einen von ihnen aufforderten, den Aufnäher "Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein" abzunehmen. Die Auseinandersetzung schien schon beendet zu sein, als die vier Linken nochmals auf die Gruppe Neonazis stießen und einer von ihnen plötzlich auf sie einstach. Zwei der Begleiter Silvio Meiers wurden dabei schwer verletzt, er selbst mit Stichen in die Lunge getötet.

13. November 1992 - Karl-Hans Rohn, 53 Jahre
Der Ex-Metzger lebte bereits längere Zeit alleinstehend in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen). Nachdem er seine Arbeit verloren hatte, verdiente er seinen Unterhalt mit Gelegenheitsjobs und verbrachte seine Freizeit gerne in Kneipen. Er traf in einem Lokal in Wuppertal auf zwei Rechtsextremisten, unterhielt sich und trank mit ihnen und dem Wirt. Im Zuge einer Diskussion über Politik gab er sich als Jude zu erkennen. Während eines Wetttrinkens, das die drei veranstalteten, bezeichnete Karl-Hans Rohn die beid en Täter als "Scheiß-Nazis". Daraufhin stieß ihn einer der Täter vom Stuhl und beide Skinheads traten auf den hilflos am Boden liegenden Mann ein, übergossen ihn mit Schnaps, zündeten ihn an und erstickten ihn.
Der Wirt der Kneipe hatte sie mit Sätzen wie "Du kommst nach Auschwitz" und "Juden müssen brennen" zur Tat animiert. Die beiden Täter und der Wirt transportierten Karl-Hans Rohn im Auto des Wirts nach Venlo (Niederlande) und ließen seine Leiche in einem Straßengraben liegen. Vermutlich starb Karl-Hans Rohn erst auf dem Weg dahin.

7. November 1992 - Rolf Schulze, 52 Jahre
Der Obdachlose wurde bei Lehnin (Brandenburg) von zwei Skinheads getreten, geschlagen, mit einer Propangasflasche verprügelt und mehrmals im Kölpinsee untergetaucht. Seine Leiche wurde mit Benzin übergossen und angezündet.

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23. Oktober 1992 - Waltraud Scheffler, 44 Jahre
Die Aushilfskellnerin versuchte am 11. Oktober 1992 bei einem Überfall von Neonazis auf ein Lokal in Geierswalde (Sachsen), auf die "Sieg Heil"-rufenden Angreifender einzureden, um sie von dem Überfall abzuhalten. Einer der Angreifer schlug ihr eine Holzlatte auf dem Kopf. Sie starb an ihren schweren Verletzungen.

5. September 1992 - Günter Schwannecke, 58 Jahre
Er und ein weiterer Obdachloser wurden am 28. August 1992 auf einer Parkbank in Berlin-Charlottenburg von einem Mitglied des Ku-Klux-Klans mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen. Zuvor hatte der Täter mit einem Freund Ausländer bedroht und wollte danach "seine Aggressionen abreagieren". Günter Schwannecke erlag seinen Verletzungen.

24. August 1992 - Frank Bönisch, 35 Jahre
Der Obdachlose starb, als ein 23-jähriger Skinhead auf dem Zentralplatz in Koblenz (Rheinland-Pfalz) die gesamte Munition seiner Smith&Wesson bewusst auf eine Gruppe Obdachloser, Punks und Drogenkonsumenten abfeuerte.

3. August 1992 - Ireneusz Szyderski, 24 Jahre
Nach dem Besuch eines Disco-Zeltes in Stotternheim (Thüringen) wurde der polnische Erntehelfer beim Versuch, das Gelände über den Zaun zu verlassen, von drei Ordnern gestellt, die der Skinhead-Szene angehörten. Sie verprügelten Ireneusz Szyderski so schwer, dass er an seinen Verletzungen an Kopf und Rücken starb.

1. August 1992 - Dieter Klaus Klein, 49 Jahre
Weil sich der Obdachlose, der auf einer Brunnenmauer geschlafen hatte und aufgewacht war, über den Lärm und die "Sieg Heil"-Rufe beschwert hatte, wurde er im Stadtpark von Bad Breisig (Rheinland-Pfalz) von zwei Skinheads zusammengetreten. Die beiden Skinheads waren zuvor betrunken und "auf Randale aus" in Richtung Kurpark gezogen und schlugen dabei Autos, eine Telefonzelle und Parkbänke ein, bevor sie auf ihr Opfer trafen. Nach einem weiteren Kneipenbesuch gingen sie zum bewusstlosen Dieter Klaus Klein zu rück, wo ihn einer der Täter erstach.

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8. Juli 1992 - Sadri Berisha, 56 Jahre
Der Kosovo-Albaner wurde von sieben Skinheads, die sich vor der Tat Hitler-Reden auf Band angehört hatten und nun "Polacken klatschen" wollten, bei einem Angriff auf seine Unterkunft in Ostfildern-Kemnat (Baden-Württemberg) mit einem Baseballschläger erschlagen.

1. Juli 1992 - Emil Wendtland, 50 Jahre
Der Obdachlose wurde von drei Skinheads, die sich zum "Penner Klatschen" verabredet hatten, im Rosengarten von Neuruppin (Brandenburg) zusammengeschlagen und anschließend erstochen. Der Haupttäter hatte Emil Wendland für einen "Menschen zweiter Klasse" gehalten.

9. Mai 1992 - Thorsten Lamprecht, 23 Jahre
Er wurde in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) bei einem Überfall von 60 Skinheads auf einer Punk-Fete im Lokal "Elbterassen" mit Baseballschlägern getötet, weitere Gäste wurden verletzt. Den Skinheads war bekannt, dass sich zur Zeit des Überfalls vorwiegend linkes Publikum in dem Lokal aufhielt. Wer den Punk erschlug, konnte nicht ermittelt werden.

24. April 1992 - Nguyen Van Tu, 24 Jahre
1987 kam er als Vertragsarbeiter aus Vietnam in die damalige DDR. Im November 1990 wurde er entlassen. Seine Aufenthaltserlaubnis wäre Ende 1992 abgelaufen. Er wollte zwei vietnamesischen Freunden zu Hilfe kommen, die in Berlin-Marzahn von einer Gruppe rechter Jugendlicher verprügelt wurden. Beim Versuch, mit den Jugendlichen zu diskutieren, wurde er von einem aus der Gruppe erstochen. Die Tat geschah an einem belebten Platz, doch niemand schritt ein.

4. April 1992 - Erich Bosse
Der Asylbewerber kam bei einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Hörstel (Nordrhein-Westfalen) ums Leben. Bis heute ist kein Täter ermittelt.

21. März 1992 - Gustav Schneeclaus, 52 Jahre
Weil er Hitler als "großen Verbrecher" bezeichnet hatte, wurde der Seemann am 18. März 1992 in Buxtehude (Niedersachsen) von Skinheads mit einem Kantholz, Fäusten und Stiefeltritten so schwer misshandelt, dass er an den Folgen seiner Verletzungen starb.

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Linke Lieder von einem rechten Barden

Der Liedermacher Frank Rennicke hat mehrere Internetseiten. Ihnen ist zu entnehmen, daß Rennicke ein "nationaler" Liedermacher sei. Das hat ihn in Konflikt mit der Justiz gebracht. Inzwischen hat ihn eine Strafkammer des Stuttgarter Landgerichts wegen "Volksverhetzung" verurteilt: Gefängnis auf Bewährung und eine saftige Geldstrafe. Rennicke fühlt sich verfolgt. Zumindest tut er so, und mit Hilfe von dürftigem Gitarrenspiel, infantilem Gesang und kitschigem Digitalmusikgesülze gelingt ihm das offenbar. Jedenfalls hat er bereits zahlreiche CDs produziert und dabei nicht nur eigenes Liedgut abgesondert, sondern sich auch fremdes vorgenommen....

Eine Hör-Sendung von Pit Klein mit einem Interview von Erich Schmeckenbecher

Sprecher: Pit Klein - Länge: 25 min - mp3 - 7.2MB

Radio © MUTe.V. 2002


Linke Lieder von einem rechten Barden

Der Rechtsextreme Frank Rennicke soll Werke von Zupfgeigenhansel missbraucht haben


STUTTGART. Dem rechtsextremen Barden Frank Rennicke droht neues Ungemach. Nicht nur, dass er wegen Volksverhetzung vor Gericht steht; nun erhebt auch der Kopf der Pazifistenband Zupfgeigenhansel schwere Vorwürfe. Rennicke soll ihr Werk missbraucht haben.

Von Holger Gayer

Erich Schmeckenbecher staunte nicht schlecht, als er über seinen Abrechnungen brütete. Ein Mann namens Frank Rennicke habe zwei seiner Lieder gesungen und auf CD gepresst, erfuhr der Liedermacher da - und erinnerte sich an eine Nachricht, die er unlängst von seinem Kollegen Hannes Wader erhalten hatte. Dieser Rennicke sei ein rechtsextremer Barde und überdies bekannt dafür, dass er gerne Lieder von anderen klaue, verfremde und so für seine Ziele missbrauche. "Und jetzt ist es mir selbst passiert", klagt Schmeckenbecher und sagt: "Was ich darüber denke, ist nicht druckreif. Dieses Verhalten eine Unverschämtheit zu nennen wäre jedenfalls noch deutlich untertrieben."

Denn tatsächlich finden sich Schmeckenbechers Lieder mit den Titeln "Ein stolzes Schiff" und "Andre, die das Land so sehr nicht liebten" auf Werken des Rechtsextremen aus Ehningen im Kreis Böblingen. Dabei stammt der Text von "Andre, die das Land so sehr nicht liebten" ausgerechnet aus der Feder des jüdischen Dichters Theodor Kramer, der darin beschreibt, mit welch innerer Zerrissenheit er nach dem Machtantritt der Nazis ins Exil nach England geflüchtet ist. Schmeckenbecher fand das Gedicht so stark, dass er später eine Melodie dazu komponierte und das Lied mit seiner Gruppe Zupfgeigenhansel spielte. Von 1974 bis 1986 existierte Zupfgeigenhansel als Duo - gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Friz galt Schmeckenbecher als einer der wichtigsten Liedermacher der Friedensbewegung und verkaufte bis heute mehr als eine Million Platten.

Und nun das. "Mir wird schlecht, wenn ich nur daran denke, was dieser Rennicke tut", sagt der Multimusikant, der im Rems-Murr-Kreis lebt und sich maßlos darüber ärgert, dass "so ein Geistessohn der damaligen Nazitäter die künstlerischen Äußerungen des damaligen Opfers nutzt, um seine Weltanschauung, seinen Hass gegen Ausländer, Juden und die Demokratie zu rechtfertigen". Dabei befinden sich Schmeckenbecher und Zupfgeigenhansel durchaus in prominenter Gesellschaft, denn Rennicke hat auch Lieder von Heinz-Rudolf Kunze, Wolf Biermann oder Wolfgang Ambros für seine Zwecke entfremdet. "Na, die werden sich freuen, wenn sie das erfahren", meint Schmeckenbecher gallenbitter.

Freilich könnten sich auch die Richter des Stuttgarter Landgerichtes für den Vorfall interessieren. Dort muss sich Rennicke im Moment verantworten. Die Klage lautet auf Volksverhetzung - und wieder geht es um ein Lied, das diesmal allerdings von Rennicke selbst stammt. "Heimatvertriebenenlied" heißt das Machwerk, in dem der Rechtsextreme den Auszug aller Fremden aus Deutschland propagiert. Außerdem wird Rennicke vorgeworfen, Schriften verbreitet zu haben, in denen der Holocaust geleugnet wird.

Heute geht der Prozess weiter, und Erich Schmeckenbecher erwägt ernsthaft, im Zuhörerraum Platz zu nehmen, um diesen Mann, den er so sehr verabscheut, in natura zu erleben. "Vielleicht", sagt Schmeckenbecher, "ist das der Vorgeschmack auf das, was Rennicke erwartet, wenn ich ihn verklage." Im Moment jedenfalls prüfe er alle Möglichkeiten, um zu erreichen, "dass dieser Mensch nicht mehr unsere Lieder für seine Geschichtsfälschungen missbrauchen kann".

Stuttgarter Zeitung vom 2.10.02

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Frank Rennicke und die Legende vom braunen Märtyrer

Die Berufungsverhandlung gegen den wegen Volksverhetzung verurteilten rechtsextremen Liedermacher ist geplatzt


STUTTGART. Der für Mittwoch angesetzte Prozess gegen den rechtsextremen Liedermacher Frank Rennicke ist überraschend abgesagt worden. Doch der Propaganda seiner Fangemeinde tut das keinen Abbruch. Vor allem die NPD posaunt laut und heftig.

Von Holger Gayer

Als Sabine Mayländer gestern nach der Mittagspause an ihren Schreibtisch zurückkehrte, fand sie eine erstaunliche Nachricht vor. Die für morgen angesetzte Verhandlung gegen den rechtsextremen Liedermacher Frank Rennicke aus Ehningen im Kreis Böblingen sei auf September verschoben, teilten die Kollegen der Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft mit. Damit ist überraschend ein Prozess geplatzt, der in der braunen Szene bereits zum Fanal im "Kampf der Aufrechten gegen den Unrechtsstaat" stilisiert worden war: "ein Musterbeispiel der BRD-Verfolgung von Andersdenkenden".

Hintergrund der braunen Propaganda ist ein Urteil vom 22. November 2000, in dem das Amtsgericht Böblingen eine Gefängnisstrafe von zehn Monaten auf Bewährung gegen Rennicke ausgesprochen hatte - wegen Volksverhetzung. Beide Seiten hatten danach Rechtsmittel eingelegt und eine Berufungsverhandlung erwirkt, die nun am 12. Juni hätte stattfinden sollen. Über die Gründe für das Aussetzen des Termins gibt es unterschiedliche Auffassungen. Während die Staatsanwaltschaft Stuttgart sagt, "dass ein Zeuge verhindert ist und gleichzeitig größere Sicherheitsvorkehrungen zu treffen gewesen wären, die in der Kürze der Zeit nicht mehr leistbar waren", behauptet der Angeklagte im Internet: "Der 1. Rennicke Prozesstermin wurde vom Gericht wegen aktueller Morddrohungen gegen Frank Rennicke und seine Verteidiger abgesagt."

Tatsächlich hatten sich linke und rechte Extremisten den Termin am Stuttgarter Landgericht längst vorgemerkt. So formulierte die NPD einen Aufruf zur "Demonstration gegen die stalinistische Terrorverfolgung des Liedermachers Rennicke" und mahnte ihre Anhänger, "an den in diesem Ausmaß alles jemals da gewesene übersteigenden Pogromterror" zu denken. Auch der Angeklagte selbst griff tief in sein braunes Wörterbuch, um zu beschreiben, was er von der deutschen Justiz hält. "Die Mühlen der BRD mahlen langsam - aber im Unrecht tödlich", verkündete Rennicke. Und: "Die BRD-Herrscher unterdrücken jede nationale Opposition in Deutschland, als Deutscher wird man durch die Behörden politisch verfolgt und wie ein Stück Dreck behandelt, man arbeitet an der ,Endlösung der Deutschen" durch Überfremdung."

Mit solchen Parolen sei Rennicke zu einer "Integrationsfigur" der Rechtsextremisten aufgestiegen, urteilt das Bundesamt für Verfassungsschutz und attestiert dem Musikanten eine "generationsübergreifende Beliebtheit" im rechten Spektrum. Seit mehr als 15 Jahren produziert er Lieder, mit denen er den deutschtümelnden Nationalromantiker ebenso einfängt wie den Neo unter den Nazis. Wenn er mit seiner Klampfe gegen die "Überfremdungspolitik" zu Felde zieht, sichert ihm das stets einen Spitzenplatz in der braunen Hitparade. Im einschlägigen Versandhandel sind seine Werke neben jenen der Skinhead-Band "Skrewdriver" zu finden, die grölend von Blut und Ehre der Arier kündet.

Dabei wirkt der 36-Jährige auf den ersten Blick so harmlos. Schlank ist er, unauffällig und man kann sich gut vorstellen, wie er des Abends die Wandergitarre holt, um seine fünf Kinder daheim in der Idylle von Ehningen in den Schlaf zu musizieren. Ein Liedermacher sei er, sagt Rennicke über sich selbst und nennt als musikalisches Vorbild Reinhard Mey. Allerdings habe er "nicht nur über die Wolken fliegen", sondern seine "Gefühle als junger Deutscher zum täglichen Irrsinn in dieser Republik" mitteilen wollen. Also formulierte er in seinem "Heimatvertriebenenlied" einige aufschlussreiche Zeilen: "Packt eure Snackbars und Kolchosen ein. Lasst uns wieder Deutsche in Deutschland sein. Amis, Russen und Fremdvölker . . ., endlich wieder Herr im eigenen Haus." Und die NPD jubelt darob heute noch: "In diesem Lied klagt Frank Rennicke über die bekanntermaßen grausame Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus (noch immer und in aller Zukunft!) unseren deutschen Ostgebieten nach Ende des Deutschland von alliierten Weltverbrechern und ganz bestimmten Hintergrundmächten aufgezwungenen Krieges."

Die Justiz hatte glücklicherweise eine andere Interpretation parat und verurteilte Rennicke wegen des Textes zu seinem "Heimatvertriebenenlied". Doch gleichzeitig ist er in der braunen Szene aufgestiegen zum Helden und Märtyrer. Nun tritt er auf an der Seite des ehemaligen Linksterroristen Horst Mahler, der inzwischen die Galionsfigur der Rechten ist und im Namen der NPD den "geistigen Bürgerkrieg" ausgerufen hat. Er ist dabei, wenn die für die Pflege des Brauchtums zuständige stellvertretende Landesvorsitzende Edda Schmidt Volkstänze befehligt und für den Bestseller in ihrem Antiquariat wirbt: "Mein Kampf" von Adolf Hitler in der Geschenkausgabe für Staatsoberhäupter - "Luxusdruck auf satiniertem Bütten".

Mehr als 650 Konzerte und Liederabende hat Rennicke in seiner braunen Karriere bestritten - und das, obwohl (oder gerade weil) "linke Totschläger und willfährige Polizisten immer greifbar" gewesen seien, "um Menschen wie mich zu schikanieren, Auftritte zu verhindern und für lächerliche Vergehen die ganze Brutalität des Staates einzusetzen". Gerne erzählt er seinen Zuhörern dann von den diversen Hausdurchsuchungen bei ihm daheim in Ehningen, bei Familienangehörigen und Versandfirmen. Er erzählt von den 70 000 Mark, welche die Justiz beschlagnahmt hat, weil sie es für erwiesen hielt, dass dieses Geld der Profit aus dem Verkauf seiner volksverhetzenden Musik ist. Dabei, sagt Rennicke, seien das die Rücklagen gewesen, die er als "guter und gerechter Vater" für seine fünf Kinder gebildet habe.

Rennicke erzählt auch - unter Nennung des Namens und der Anschrift - von jenem "karrieresüchtigen Staatsanwalt" aus Kornwestheim im Kreis Ludwigsburg, der die Anklageschrift gegen ihn verfasst hatte. Und er liefert die Gebrauchsanweisung für jene, die sich mit ihm gegen "das Skandalurteil" wehren wollen: "Man kann Protestbriefe schreiben; selbst der Verurteilungsrichter vom Amtsgericht Böblingen hat mir wutentbrannt gesagt, er bekomme Protestbriefe, sei solches nicht gewohnt, und dies störe ihn gewaltig. Man kann zu den Prozessen kommen und gegebenenfalls demonstrieren."

Das haben sie getan, seine Anhänger. Anfang März wollten sie in Kornwestheim zum Haus des Staatsanwaltes ziehen, um dort dem "Systemterroristen" die Meinung zu sagen. Erst in letzter Sekunde hat der Kornwestheimer Oberbürgermeister die Demonstration verboten. Doch die Rennicke-Fans reagierten fix, beantragten eine neuerliche Demonstration, diesmal in Ludwigsburg, und marschierten dann tatsächlich durch das Zentrum der Kreisstadt. In einem Grußwort an seine Sympathisanten schrieb Rennicke, der selbst nicht anwesend war: "Mag sein, es ist taktisch nicht klug, einen Missetäter und Inquisitor in Juristenrobe offen beim Namen zu nennen. Die Herrschenden, die vielleicht gar im Sold der Mächtigen im Hintergrunde stehen, wollen einige Dinge nicht. Und genau darum geht es - Freiheit oder keine Freiheit! Das ist hier die Frage!!!"

Fragt sich nur, welche Freiheit Rennicke meint. Schon einmal, Anfang der neunziger Jahre, veröffentlichten Rechtsextremisten Namen, Fotos und Adressen von so genannten "Zecken", "Gegnern des nationalen Widerstands", gegen die vorzugehen sei - notfalls mit Gewalt. "Einblicke" hieß das Heftchen mit den Steckbriefen, und die Folge war, dass verdächtige Päckchen bei einigen Genannten eingingen - Post, die nur der Kampfmittelbeseitigungsdienst öffnen durfte.

Auch jetzt werden wieder Adressen verschickt, und die NPD ruft ihren Kameraden zu: "Wehren Sie sich: damit das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte überwunden werden kann - und ein freies Deutschland dieses hasserfüllt und mit bedingungslosem Vernichtungswillen gegen das deutsche Volk agierende Vasallen-Regime ablöst."

Die Rede ist von der Bundesrepublik Deutschland.

Aus: Stgt. Ztg. 11.06.2002

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Hannes Wader-Lieder im Zugriff von Neonazis

XXX schrieb:

Sehr geehrte Damen und Herren.
Es interessiert Sie vielleicht, zu wissen, daß eine
Neo-Nazi-Liedermacherin namens "Anett" im Februar auf einer
Veranstaltung der NPD Lieder von Hannes Waader zum Besten gegeben
hat. Diese Meldung habe ich einer Mitteilung des NPD-Kreisverbands
Elbe-Saale entnommen, die ich Ihnen nachfolgend in diese Mail kopiert
habe. Die Passage mit Bezug auf Wader finden Sie im vorletzten
Absatz, letzte Zeile. Quelle ist die Website mit der Adresse
http://www.npd-burgenlandkreis.de/echo/1-02/15-02.htm

Zitat:

Ist dem Künstler dieser Vorgang bekannt ? Kann/will er sich dagegen
wehren ?
Eine Antwort auf diese Frage würde mich freuen, in Erwartung
derselben höre ich mir derweil noch mal den "Tankerkönig" an.

Mit freundlichen Grüßen,
XXX.

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Spaziergang


An einem herrlichen Samstagnachmittag Anfang Februar gingen wir am nahegelegenen "Vulkankegel" spazieren.
Beiläufig bemerkten wir, dass am Fuße des "Spielberges" ein Polizeiauto stand.
Oben auf dem Spielberg angekommen sahen wir zwei Jungs, etwa im Alter von 9 und 13 Jahren, die von Kopf bis Fuß im Kampfanzug der Bundeswehr staken! Weder fehlten die Springerstiefel, noch der (nachgemachte) Stahlhelm, beide Jugendliche trugen maßgeschneiderte Kleidung. Der Ältere der beiden hatte noch ein Spielzeuggewehr bei sich und einen Tarnrucksack.
Die beiden Jungen waren im Gespräch mit den Polizisten, die wohl von anderen Passanten bereits gerufen worden war. "X-mein Begleiter" bekundete sein Erstaunen über die beiden Jungs und ihre Ausrüstung mit der Anmerkung, dass Gewalt und Krieg in der Welt eh schon überall vertreten sei und es erschüttern würde, Kinder in solch einer Aufmachung anzutreffen.
Die beiden Polizisten reagierten erst nicht, einer der beiden meinte dann auf unsere Nachfrage, dass er es gut fände, wenn Jungs sich so aktiv verhalten würden, wobei dies sich offensichtlich auf den "Geländegang" der Jungs bezog.
Wir gerieten in eine Diskussion, welche Aktivitäten Jugendlicher "gut" zu heißen sind und machten deutlich, dass ein Vertreter des Auge des Gesetzes die Bewertung, die er abgegeben hatte, nicht abgeben sollte, da damit eindeutig eine Billigung des ganzen Vorganges stattfand.
Wir fragten mehrfach nach dem Namen des einen Polizisten.
Er weigerte sich erst, seinen Namen zu nennen, nannte ihn dann doch.
Die Polizisten schickten die Jungs mit den Worten heim, dass sie bei Spaziergängern (!) nicht gerne gesehen wären.
Mehrere andere Spaziergänger bekamen das Ganze ebenfalls mit, äußerten sich jedoch nicht gegenüber den Polizisten.

Nachdem die Polizisten weg wahren, befragte ich noch den Älteren, ob sie oft allein unterwegs wären, oder ob sie Unterstützung hätten. Er bejahte, dass sie oft allein marschieren würden, sich jedoch auch im Zeltlager in der Gruppe bei Göppingen treffen würden.
Auf meine Frage, wer dies denn mit ihnen machen würde, bekam ich schnell die Antwort: keiner.
Sein Vater fände es nicht gut, was er machen würde, sein Onkel würde in jedoch mit Geld unterstützen.

Ein Zeltlager im Wald, von keinem organisiert?
Kinder im Wald, im Kampfanzug, mit Spielzeugwaffen ausgerüstet?

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Leserbrief

Ich las in der Main-Post, der Tageszeitung für Würzburg und Schweinfurt, den Leserbrief eines Herrn X aus Güntersleben zum Thema " Holocaust-Mahnmal" in Berlin.
Er schrieb sinngemäß, er halte ein solches Mahnmal für schädlich, weil es das friedliche Zusammenleben zwischen Juden und Deutschen nur unnötig stören würde. Ein Volk, das wie die Deutschen seit dem 2. Weltkrieg nur mit Füßen getreten worden sei, müsse sich das nicht länger gefallen lassen. Ein Hund, nach dem immer nur getreten würde, könnte sonst eines Tages zurückbeißen.
Ich erkundigte mich daraufhin nach jüdischen Einrichtungen in Güntersleben, (Judenfriedhof, ehemalige Synagoge o.ä.) und erfuhr, nichts dergleichen gäbe es, auch keinen einzigen jüdischen Einwohner.
Daraufhin schrieb ich einen Brief an die Zeitungsredaktion, der prompt abgedruckt wurde. Zitat: "Das klinge wie ja wie ein Hilfeschrei aus dem deutschen Ghetto im "Jüdischen Günterleben", Herr X solle sich erstsmal beruhigen und die Bälle flach halten. Seine Sorge wegen des friedlichen Zusammmenlebens seien mangels Juden unbegründet. Aber ein Mahnmal in der Hauptstadt Berlin hielte ich für sehr sinnvoll."
Auf einmal bekam ich eine Menge Post, Briefe ohne Absender. Zitat: "ich solle mich zum Teufel scheren, wahrscheinlich wäre ich selber Jude.
Ich sei in Deutschland nicht willkommen."
Halt, ich erhielt auch eine Karte einer pensionierten Rektorin. Sie schrieb aus Florida. Herzhaft habe sie über meinen Beitrag lachen müssen und es freue sie, dass in Würzburg auch Leute wohnten, die klar und geradeaus denken könnten. Sie bedankte sich bei mir.
Ein Jahr später bekam ich wieder Post.
Zitat: "Mein Sohn habe auf einem deutschen Gymnasium nichts verloren, meine Frau, die Judenhure würden sie auch noch ficken."
Es klingt derart läppisch, man könnte glauben, es sei ein Streich kleiner, dummer Jungen in der Pubertät. Aber der Poststempel verriet, jemand aus Hildesheim war der Absender. Anscheinend bin ich mit meinem Leserbrief auf eine"schwarze Liste" geraten.
Also, in Hildesheim kann man die Main-Post nicht kaufen.
Eine "Kameradschaft Totenkopf" - ohne Angabe von Straße oder Hausnummer - ließ mich also wissen, dass ich einen Sohn habe, der in Würzburg ins Gymnasium geht.

Fußgängerzone

Eine freundliche Frühsommersonne schien auf unser kleines Kreisstädtchen. Der samstägliche Beutezug war weitgehend abgeschlossen. Ich saß in einem(der beiden) Straßencafes und betrachtete die kleinstädtisch, beschauliche Geschäftigkeit.
Die Fußgängerzone war von der Cafeterrasse durch ein niedriges Mäuerchen begrenzt.
Plötzlich sah ich, wie drei Kahlgeschorene in Bomberjacke und Springerstiefeln einen dunkelhaarigen jungen Mann umstellten.
Die erste Faust flog und traf.
Mit einem Satz sprang ich über das Mäuerchen, nahm die Wucht des Absprungs mit, packte den Schläger an Hals und Kragen und stieß ihn aus dem "Bermuda-Dreieck" heraus. "Das war"s!" Fauchte ich in ein völlig verdutztes Milchgesicht hinein. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie die beiden anderen unschlüssig dastanden . Nach wenigen Sekunden lockerte ich, da ich keinen Widerstand mehr spürte, meinen Griff, musste plötzlich grinsen und sagte, einer spontanen Eingebung folgend: "So, und das bequatschen wir jetzt mal bei "ner Tasse Kaffee!" Willig ließ er sich an meinen Tisch auf der Cafeterrasse führen. Die beiden anderen Glatzis hatten sich inzwischen verkrümelt.
Der dunkelhaarige junge Mann stellte sich als Italiener vor, und versuchte den Vorfall wortreich und wirr zu erklären.
Er lehnte meine Einladung ab.

Man begegnet sich gelegentlich in der Fußgängerzone.
Beide grüßen mich immer freundlich.

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